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Bewerbungsfoto: Größe, Format, Kleidung und Kosten

Beim Bewerbungsfoto gibt es — anders als beim Passbild — keine gesetzliche Norm. Deshalb widersprechen sich die Angaben im Netz. Hier stehen die gängigen Maße in Zentimetern und in Pixeln nebeneinander, dazu Kleidung, Hintergrund und Kosten.

Wer nach der richtigen Bewerbungsfoto-Größe sucht, findet auf jeder Seite andere Zahlen: 4,5 × 6 cm, 6 × 9 cm, 7,5 × 10,5 cm. Das liegt nicht an schlechter Recherche, sondern daran, dass es für das Bewerbungsfoto keine Vorschrift gibt — nur eingespielte Gewohnheiten von Fotostudios und Personalabteilungen. Verbindliche Maße existieren nur beim biometrischen Passbild, und das ist ein anderes Dokument.

Praktisch heißt das: entscheidend ist nicht der Millimeter, sondern das Hochformat, ein sauberer Zuschnitt und eine Auflösung, die auch gedruckt noch scharf ist. Unten stehen die gängigen Druckformate, die dazugehörigen Pixelmaße für ein Lebenslauf-PDF und Online-Profile, und danach Kleidung, Hintergrund und Kosten.

Bewerbungsfoto Größe: die gängigen Maße in cm

Für das Foto im tabellarischen Lebenslauf sind drei Formate üblich: das klassische Passbildformat 3,5 × 4,5 cm, das mittlere Bewerbungsfoto 4,5 × 6 cm (das Format, das Drogeriemärkte und Automaten als Viererset ausgeben) und das große 6 × 9 cm. Auf einem Deckblatt darf das Foto größer sein — dort reicht die Spanne üblicherweise von 6 × 9 cm bis 7,5 × 10,5 cm.

Alle drei sind Hochformate mit einem Seitenverhältnis zwischen etwa 1:1,29 und 1:1,5. Wenn Sie unsicher sind, nehmen Sie 4,5 × 6 cm: es ist groß genug, um das Gesicht zu erkennen, und klein genug, um im Lebenslauf-Kopf nicht zu dominieren. Ein Querformat oder ein quadratischer Zuschnitt wirkt im Lebenslauf dagegen sofort wie ein Social-Media-Bild.

Bewerbungsfoto Format in Pixel: Lebenslauf-PDF, LinkedIn und Xing

Die meisten Ratgeber hören bei den Zentimetern auf — dabei wird die Bewerbung heute fast immer als PDF verschickt. Für den Druck und für ein sauberes PDF rechnet man mit 300 dpi. Daraus ergeben sich diese Pixelmaße: 3,5 × 4,5 cm = 413 × 531 px, 4,5 × 6 cm = 531 × 709 px, 6 × 9 cm = 709 × 1063 px und 7,5 × 10,5 cm = 886 × 1240 px. Wer diese Werte einhält, hat ein Foto, das gedruckt wie auf dem Bildschirm scharf bleibt.

Online gelten andere Regeln, weil Profile quadratisch oder rund zuschneiden. LinkedIn zeigt das Profilbild als Kreis und will mindestens 400 × 400 px (mehr ist besser, maximal 8 MB); eine Unternehmens- oder Teamseite nutzt meist 600 × 600 px, E-Mail-Signatur und Chat-Avatare landen bei rund 128 × 128 px. Der sichere Weg: ein hochauflösendes Original aufbewahren und daraus einmal ein Hochformat für den Lebenslauf und einmal ein Quadrat für die Profile zuschneiden — nie umgekehrt aus einer kleinen Datei hochskalieren.

Bewerbungsfoto Kleidung: was zu welcher Branche passt

Die Faustregel lautet: eine Stufe formeller als der Alltag im Zielunternehmen, in einfarbigen Stoffen ohne kleinteilige Muster — feine Karos und Nadelstreifen flimmern in kleinen Größen. Konkret nach Branche: Anzug oder Blazer vor neutralem Studiohintergrund für Recht, Finanzen, Beratung und Führungspositionen; Hemd oder feiner Strick ohne Krawatte für Start-ups, IT, Vertrieb und kundennahe Rollen; ein natürlicher, in Tageslicht fotografierter Look für Immobilien, Kreativberufe und Coaching; ein ruhiger Studiolook für Ausbildung, Verwaltung und alle, die auf Nummer sicher gehen wollen.

Wie diese vier Stufen tatsächlich aussehen, lässt sich schneller ansehen als beschreiben: In der Stil-Galerie stehen 24 KI-generierte Beispielbilder in sechs Stilen nebeneinander — Sie sehen an echten Bildern, wie formell ein Anzug gegenüber einem Strickpullover wirkt, bevor Sie sich für ein Outfit entscheiden. Accessoires sparsam halten, Brillenträger auf Reflexionen achten, und Make-up eher zurückhaltend.

Bewerbungsfoto Hintergrund: kurz gefasst

Für den Lebenslauf funktionieren einfarbige, ruhige Hintergründe am zuverlässigsten: Weiß und helles Grau sind neutral und in jeder Branche unauffällig, Anthrazit und dunkles Blaugrau geben mehr Tiefe und passen zu formellen Rollen, ein weich unscharfer Außen- oder Bürohintergrund wirkt persönlicher und passt zu kundennahen Berufen. Was nicht funktioniert: Raufasertapete, Türrahmen, Pflanzen und alles, was Muster oder Kanten hinter den Kopf legt.

Welche Farbe zu welcher Branche passt, welche Hintergründe in einer runden LinkedIn-Vorschau zusammenbrechen und was Sie tun, wenn der Hintergrund nachträglich ausgetauscht werden soll, steht ausführlich im Ratgeber zum Bewerbungsfoto-Hintergrund.

Bewerbungsfoto Kosten: Studio, Automat oder selbst gemacht

Einen Festpreis gibt es nicht, aber gängige Spannen. Ein Basispaket im Fotostudio — kurzes Shooting, wenige bearbeitete Dateien, einfache Retusche — liegt in vielen Städten etwa zwischen 50 und 150 Euro; ausführliche Pakete mit Stylingberatung, mehreren Outfits und zehn oder mehr retuschierten Bildern liegen darüber, in Großstädten deutlich. Ein Viererset aus dem Automaten oder vom Drogeriemarkt kostet dagegen nur wenige Euro — dafür bekommen Sie Automatenlicht, und genau das sieht man dem Bild an.

Die Preise unterscheiden sich stark nach Stadt und Studio, fragen Sie deshalb zwei Studios in Ihrer Nähe nach dem Paketpreis inklusive Bildauswahl, Retusche und digitaler Auslieferung — der Nachkauf einzelner Dateien ist der Posten, der die Rechnung meist unerwartet erhöht. Die kostenlose Variante bleibt das gute Selbstporträt mit dem Handy; wie das geht, steht Schritt für Schritt unter Bewerbungsfoto selber machen.

Foto im Lebenslauf: mit oder ohne?

In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist ein Bewerbungsfoto weiterhin üblich und wird von vielen Personalabteilungen erwartet — verpflichtend ist es nicht, und niemand darf eine Bewerbung deshalb ablehnen. In den USA, Großbritannien und Kanada ist es umgekehrt: dort wird bewusst kein Foto beigelegt, weil Diskriminierungsrisiken vermieden werden sollen. Wer sich international bewirbt, richtet sich nach dem Land des Arbeitgebers, nicht nach der eigenen Gewohnheit.

Diese Seite beantwortet das Ob und die Maße. Das Wie — wo genau das Foto im Dokument sitzt und warum es ein Bewerbermanagementsystem stören kann, wenn es als Inline-Bild statt im Header liegt — steht auf der Seite Bewerbungsfoto für den Lebenslauf. Für die reine Stilauswahl gibt es Bewerbungsfoto, für Ausweis- und Passbilder mit ihren gesetzlich geregelten Maßen Passbild & Ausweisfoto.

Fragen & Antworten

Häufig gestellte Fragen

Welche Größe muss ein Bewerbungsfoto haben?

Es gibt keine gesetzliche Vorgabe. Üblich sind im Lebenslauf 3,5 × 4,5 cm, 4,5 × 6 cm oder 6 × 9 cm, auf einem Deckblatt bis etwa 7,5 × 10,5 cm. Wichtig ist ein Hochformat mit sauberem Zuschnitt — 4,5 × 6 cm ist die sicherste Standardwahl.

Wie viele Pixel braucht ein Bewerbungsfoto?

Bei 300 dpi entsprechen die gängigen Formate 413 × 531 px (3,5 × 4,5 cm), 531 × 709 px (4,5 × 6 cm), 709 × 1063 px (6 × 9 cm) und 886 × 1240 px (7,5 × 10,5 cm). Für LinkedIn brauchen Sie stattdessen ein Quadrat von mindestens 400 × 400 px.

Welches Format ist für ein Bewerbungsfoto richtig?

Immer Hochformat, als JPG im Farbraum sRGB. Für die Bewerbung als PDF reichen 300 dpi am Endformat; ein Querformat oder ein quadratischer Zuschnitt wirkt im Lebenslauf wie ein Social-Media-Bild.

Was soll man auf dem Bewerbungsfoto anziehen?

Eine Stufe formeller als der Alltag im Zielunternehmen, einfarbig und ohne kleinteilige Muster: Anzug oder Blazer für Recht, Finanzen, Beratung und Führungsrollen; Hemd oder feiner Strick ohne Krawatte für Start-ups, IT und Vertrieb; ein natürlicher Tageslicht-Look für Immobilien, Kreativberufe und Coaching.

Was kostet ein Bewerbungsfoto?

Einen Festpreis gibt es nicht. Ein Basispaket im Fotostudio liegt vielerorts etwa zwischen 50 und 150 Euro, ausführliche Pakete darüber und in Großstädten deutlich höher; ein Viererset aus dem Automaten oder Drogeriemarkt kostet nur wenige Euro. Fragen Sie den Paketpreis inklusive Retusche und digitaler Dateien ab.

Muss ein Foto in den Lebenslauf?

Nein, verpflichtend ist es nicht — in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist es aber weiterhin üblich und wird oft erwartet. In den USA, Großbritannien und Kanada lässt man das Foto bewusst weg. Richten Sie sich nach dem Land des Arbeitgebers.

Ist ein Bewerbungsfoto dasselbe wie ein Passbild?

Nein. Für das Bewerbungsfoto gibt es keine Norm, für das biometrische Passbild schon: 35 × 45 mm mit einer Gesichtshöhe von 32 bis 36 mm. Ein Passbild als Bewerbungsfoto zu verwenden ist erlaubt, wirkt aber steif — umgekehrt wird ein Bewerbungsfoto von Behörden nicht akzeptiert.